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Vereinsgeschichte | Damals & Heute

Eine Stadt wie Ingolstadt, die einen Fluß wie die Donau ihr Hauswasser nennen darf, hat natürlich auch Bürger, die sich in ganz besonderer Weise dem Element Wasser verbunden fühlen. Heute ist der „Faltbootclub Ingolstadt“ ein Kanusport-Verein, der allen Interessierten die Möglichkeit bietet, den Kanusport in seiner ganzen Bandbreite kennenzulernen. Ob beim Wanderfahren, wo man die Ruhe und Natur genießen kann, beim Wildwasserfahren, beim Kanu-Rodeo oder den anderen vielfältigen Bereichen, hier findet jeder für sich das Richtige.

Die Vorkriegszeit | Der Verein und seine Gründung

Schon seit 1920 ist es bekannt, daß Ingolstädter auf ihrer Donau paddelten. In den sonderbarsten „Haderndampfern“ begannen sie ihr Hauswasser zu erkunden und die Stromgeschwindigkeit in Verbindung mit dem Boot zur sportlichen Fortbewegung zu nutzen.

Als Bootshaus erhielt der Verein einen Teil des „Roten Turms“, einem Festungsbau am Brückenkopf. Als Vereinsheim diente das bis Kriegsende bekannte „Park-Café“. .

1926 war es dann soweit, daß sich die ersten ernsthaften Liebhaber dieser noch neuen Sportart zu einem Verein zusammenschlossen. 24 Männer und Frauen waren es, die unter der Führung des heute noch in Ingolstadt unvergessenen Rittmeisters Zantner den FCI gründeten.Innerhalb kürzester Zeit beherrschte diese handvoll Individualisten ihre Boote, so daß es ihnen möglich war, sich mit den wenigen in Bayern bekannten Vereinen zu messen. Man fuhr die Donau-Langstrecken-Regatta, die über eine 20-km-Distanz von Neuburg nach Ingolstadt führte. Eine eigene Stadtmeisterschaft wurde ausgerichtet, die zu einer ständigen und beliebten Veranstaltung im Ingolstädter Sportleben wurde. Ingolstädter Paddler nahmen an der damals noch berüchtigten Isarregatta teil. Außerdem schickte der Verein Teilnehmer zur gefürchteten Regensburger Strudelfahrt, die von Bad Abbach bis Regensburg führte. Da Ingolstadt „große Garnisionsstadt“ war, kamen natürlich auch ständig sogenannte „Wehrmachtsfahrer“ zum Verein, die mit dazu beitrugen, den Verein ständig zu vergrößern. Olympia 1936 Die umsichtige und vorausschauende Vereinsführung erkannte schon damals, daß ein Verein nur dann eine Zukunft hat, wenn eine starke sportbegeisterte Jugend mit aufgebaut wird. 1936 durfte die Jugend des FCI bei der Olympiade in Berlin in einem 10-er Canadier teilnehmen.

Die Jahre des 2. Weltkrieg | Das Ende des FCI

1945Dann kamen aber auch für den FCI die schlimmen und bitteren Jahre des 2. Weltkrieges. Viele aktive Fahrer wurden eingezogen und kamen nicht mehr von der Front zurück. Bei Kriegsende stand auch der FCI vor dem Nichts. Viele Boote waren durch Kriegseinwirkung verloren gegangen. Der Rote Turm mußte geräumt werden, da er 1948 geschleift wurde. Die noch verbliebenen Boote wurden in einem Wehrmachtsschuppen nahe der alten Donaubrücke eingelagert. Persönliche Not und Existenzsorgen ließen in diesen schlimmen Jahren den Bootssport in den Hintergrund treten. Aber bereits 1948/49 trafen sich Ingolstädter Faltbootfreunde wieder im damaligen Rappensberger Keller und organisierten bereits die ersten Bootsfahrten

Nach dem Krieg | Die Neugründung vom FCI

1952 wurden die ersten Kontakte zum Touristenverein „Die Naturfreunde“ aufgenommen und 1953 gründete man die Faltbootabteilung im Turnverein der Naturfreunde (TVdN). Nun hatte man wenigstens wieder ein eigenes Bootshaus und konnte sich im eigenen Vereinsheim an der Donaulände treffen.

Es stießen wieder viele Ingolstädter zum Faltbootsport und die Abteilung zählte in diesen Jahren zu den aktivsten Wandervereinen im „Bayerischen Kanuverband“. Aber der Gedanke an einen eigenen Verein wurde niemals aufgegeben. Hans Gössl war es in erster Linie, der die Mitglieder immer wieder zu begeistern und zu motivieren versuchte und 1964 war es endlich soweit :es gab ihn wieder den FCI. Unter dem unermüdlichen Einsatz von Gössl und vielen Mitgliedern entstand nahe der Autobahnbrücke ein Bootshaus mit Vereinsheim, das später um eine eigene Anlegestelle und einen Sportraum erweitert wurde. Insgesamt wurden rund 24.000 Stunden durch die Mitarbeiter an Arbeitsleistung erbracht, eine Leistung, die weit über Bayerns Grenzen hinaus Anerkennung gefunden hat.

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